Die Gründung von Weitra

Es war vor sehr, sehr langer Zeit, man schrieb das Jahr 628 n. Chr., da kam ein Mann namens Veit Ursini von Rosenberg mit seinen Kriegern in die Gegend von Weitra. Er hatte einen weiten Weg hinter sich, war er doch von südlich der Donau (Alpenvorland) mitten durch den riesigen Urwald des Waldviertels gezogen. Er hatte es sich zur Aufgabe gesetzt, die Heiden, die in der Gegend von Weitra wohnten, zum Christentum zu bekehren. Diese wollten jedoch davon nichts wissen und gingen mit Waffengewalt auf Veit Ursini und seine Männer los. Es kam zu einer gewaltigen Schlacht, welche die Einwohner dieser Gegend verloren. Veit Ursini machte nun gute Christen aus ihnen und legte auch den Grundstein zur Erbauung der Stadt Weitra. Später zog er weiter nach Böhmen, wo er noch andere Orte erbauen ließ (Gratzen, Wittingau, Neuhaus und Krumau).
Als er sich im hohen Alter zum Sterben vorbereitete, rief er seine 5 Söhne an sein Bett und überreichte jedem von ihnen eine Rose und damit die Herrschaft über eine der von ihm gegründeten 5 Städte. Nach seinem Tod sollen seine fünf Söhne noch lange friedlich und glücklich hier geherrscht haben.
Das Überreichen der Rosen ist auf dem Bild im Rathaussaal dargestellt.

Quelle: Waldviertler Heimatbuch, Helmut Sauer, Verlag Josef Leutgeb, Zwettl, 2. Auflage 1977, Band I
ISBN ohne Nummer

© digitale Bearbeitung Norbert Steinwendner, St. Valentin, NÖ.

 
designed by © Norbert Steinwendner, A 4300 St. Valentin